Seite auswählen

Kalksandsteine

KS-Steine – junger Baustoff für alle Bauzwecke

Weiß, hohes Gewicht und einfach zu verarbeiten, das sind Kalksandsteine bzw. KS-Steine, wie sie zur besseren Abgrenzung zu den gleichnamigen Natursteinen auch genannt werden.

Merkmale von KS-Steinen

Im Vergleich zu beispielsweise Ziegelsteinen sind KS-Steine ein relativ moderner Baustoff. Während Ziegel bereits vor mehreren tausend Jahren hergestellt wurden, gibt es KS-Steine erst seit 1880. Inzwischen gehört der Kalksandstein zu den beliebtesten Baumaterialien, was sich auch durch seine hohe Festigkeit und Maßhaltigkeit erklären lässt. Zudem besitzen die Steine eine hohe Dichte, so dass die Schalldämmung ebenfalls sehr gut ist. Wärme speichern zu können, zählt ebenfalls zu den Vorteilen von KS-Steinen, was insbesondere bei Innenwänden positiv zum Tragen kommt. Schließlich sind die Steine auch noch einfach zu verarbeiten, was sie insgesamt zu Lieblingen von Planern und Verarbeitern gleichermaßen macht. Nur in Sachen Wärmeschutz sind die Steine wegen ihrer hohen Dichte nicht ganz so gut. Es ist bei Außendämmung daher immer noch eine zusätzliche Wärmedämmung notwendig, wenn die Vorgaben der Energieeinsparverordnung eingehalten werden sollen.

Herstellung und Arten von KS-Steinen

Zur Herstellung von KS-Steinen werden lediglich Quarzsand, Kalk und Wasser benötigt, auf chemische Zusätze kann vollständig verzichtet werden. Es handelt sich also um ein voll und ganz ökologisches Baumaterial. Die oben genannten Bestandteile des Kalksandsteins werden in einem bestimmten Verhältnis gemischt. Dabei wird der Kalk gelöscht und es entsteht ein Kalkteig. Dieser wird in Formen gegeben und gepresst. Anschließend steht der Härtungsvorgang an. Dies geschieht unter hohem Wasserdampfdruck und bei einer Temperatur von 160 bis 220 Grad Celcius. Nach etwa vier bis acht Stunden sind die Kalksandsteine dann fertig für den Gebrauch. Es werden verschiedene Steinarten wie Voll- und Lochsteine unterschieden. Weiterhin gibt es noch Hohlblocksteine und Plansteine. Die Steine gibt es in den verschiedensten Größen von ganz klein (DF) bis ganz groß (20DF). Weiterhin gibt es noch extragroße Planelemente, mit ihnen lassen sich Wände ganz schnell errichten. Spezielle Hebewerkzeuge helfen dabei, diese großen Elemente zu verlegen.

Einsatzbereich – innen und außen

Die Kalksandsteine eignen sich sowohl für Innen- als auch für Außenwände. Zudem gibt es spezielle Steine für Sichtmauerwerk. KS-Steine können also auch die Wandoberfläche bilden – und zwar drinnen und draußen. KS-Verblender und KS-Vormauersteine sind besonders frostbeständig und erfüllen die weiterführenden Anforderungen der DIN 106. Innenwände aus KS-Steinen können wegen der hohen Dichte besonders schlank ausgeführt werden. Die Schalldämmung liegt dann trotzdem im Bereich des Erforderlichen. Da KS-Steine zudem die

Wärme noch sehr gut speichern können, sind sie ein hervorragendes Baumaterial für Innenwände. Auch die Außenwände können im Vergleich zu anderen Mauersteinen schlanker ausfallen. Die hohe Druckfestigkeit der Steine ist ideal für tragende Wände. Da die Steine jedoch Wärme sehr gut leiten können, sind sie für den Wärmeschutz weniger gut geeignet. Es ist daher immer eine zusätzliche Wärmedämmung zum Beispiel in Form eines Wärmedämmverbundsystems notwendig.

Fragen zu Kalksansteine?

14 + 8 =

Pin It on Pinterest

Share This